In TITANIA versuchen die Spieler Ruhmespunkte zu sammeln. Um diesen Ruhm zu bekommen stellen die Spieler mit Hilfe von Farbkarten Schiffe auf die Felder des Spielplans. Es gibt 3 "Flotten" und nachdem eine entsprechende Karte gespielt wurde darf ein passendes Schiff angrenzend an die anderen Schiffe dieser Farbe gespielt werden. Dann darf entweder direkt die Aktion des Spielfeldes ausgeführt werden oder ein verdeckter Chip mit Aktionen wird aufgedeckt und ausgeführt. Durch diese Chips erhalten die Spieler Muscheln (die deutlich zu klein sind) mit denen später die Türme von Titania neu gebaut werden können und Seesterne mit denen man diese Türme ein zweites Mal werten kann bzw. wertvoller machen kann. Ein Spieler darf in seinem Zug 3 Kartenaktionen machen, d.h. entweder jeweils eine Karte spielen und ausführen oder eine Karte nachziehen. Wenn er also 2 Karten spielt, darf er nur 1 nachziehen und hat nächstes Mal eben weniger. Haben die Spieler irgendwann genug Muscheln gesammelt wird begonnen die Türme zu bauen. Dazu muss eine "Flotte" auf einen Baukran bewegt werden, man darf auf einem benachbarten Turmfeld bauen. Für das 1. Stockwerk jeder Farbe 1 entspechende Muschel bis dann beim 4. Stockwerk 4 Muscheln bezahlt werden müssen. Für jedes dieser Stockwerke erhält man 3 (mit Seestern 4) Ruhmespunkte. Sobald es von einer Schiffsfarbe keine Schiffe mehr gibt endet die Epoche und eine zweite mit gleichem Verlauf schließt sich an. Wer am Ende der zweiten Epoche am meisten Ruhmespunkte hat gewinnt die Partie TITANIA.
Fazit:
Der von Michael Menzel illustrierte Spielplan ist stimmungsvoll und könnte das Thema toll transportieren, wenn, ja wenn es irgendwie ein Thema gäbe. Der Mechanismus funktioniert, er ist zwar bei den Nebelplättchen sehr stark glücksabhängig, aber ich fühle das Thema leider überhaupt nicht. Die Schiffe zu platzieren um Muscheln zu sammeln um Türme zu bauen ist doch sehr konstruiert. Alles in allem ein sauber konstruiertes, familienfreundliches Spiel mit einfachen Regeln das auch vielen in Oberhof gut gefallen hat und einen guten 7. Platz beim Pfefferkuchel 2010 erreichen konnte.
Wertung:
Silberner
SpieleTreffer
Wir danken Hans im Glück und Schmidt Spiele für das Überlassen des Exemplars an den SpieleTreff Oberhof.
BJ

